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GESCHICHTE 

  • 1492

    Während Christoph Kolumbus Amerika entdeckt, wird in den Vogesen die Papiermühle Arches gegründet.

  • 1493

    Die Papiermühle Arches liefert das Papier für die berühmte Schedelsche Weltchronik. Diese Darstellung der Weltgeschichte mit Illustrationen von Albrecht Dürer wird in der Anfangszeit des von Gutenberg erfunden Buchdrucks veröffentlicht. Eine der am besten dokumentierten und konservierten Inkunabeln und auch eine der ersten, die erfolgreich Texte mit Bildern kombiniert hat.

  • 1500 bis 1600

    Dieses Wasserzeichen mit „Doppeltem C und Kaiserkrone“ ist typisch für das 16. Jahrhundert. Zusammen mit einer nicht identifizierten Kontrollmarke stammt es aus der Zeit, in der die Aktivitäten der Papiermühle Arches bekannt sind.

  • 1590

    Ein Vierer über den Initialen von Simon de Moyeulle: Papiermachermeister und Eigentümer der Papiermühle d‘Arches. Dieses Wasserzeichen wurde um 1730 aufgegeben.

  • 1775

    Beaumarchais kauft die Papiermühle Arches und arbeitet sieben Jahre lang an der Herausgabe des Gesamtwerks von Voltaire, das größtenteils auf ARCHES®-Papier gedruckt wird. Für den Druck dieser berühmten Ausgabe mit einer Auflage von 28.000 Exemplaren in Deutschland in Kehl wurden insgesamt 70 Tonnen Papier benötigt. Beaumarchais nimmt zahlreiche technische Verbesserungen an der Papiermühle Arches vor und trägt mit Tapetenpapieren, Schreibpapieren usw. zu ihrem geschäftlichen Erfolg in den Nachbarländern bei.

  • 1785

    Louis Delagarde, Eigentümer der Papeteries du Marais, wird Geschäftsführer der Papierfabrik Arches.

  • 1807

    Die kaiserliche Druckerei bestellt bei der Papiermühle Arches für die von Napoleon I. in Auftrag gegebene „Beschreibung Ägyptens“ 2 Millionen Blatt Papier, das für die Typografie und den Tiefdruck dieses Werks geeignet ist. Diese Folioblätter von außergewöhnlicher Qualität sind umso bemerkenswerter, als ihre übergroßen Formate völlig einzigartig sind. Diese eigens entwickelten Blätter mit den Namen „Elefant“ (Éléphant), „Große Welt“ (Grand Monde) und „Großes Ägypten“ (Grande Égypte) tragen ein spezielles Wasserzeichen „Altes und modernes Ägypten“ (Egypte ancienne et moderne).

  • 1826

    Die Papiermühle Arches trifft eine strategische Entscheidung, die für die Marke ARCHES® entscheidend sein sollte.

    Ab 1826 entschieden sich die meisten Papiermühlen für eine Leimung mit Kolophonium, da diese Methode günstiger und einfacher ist als die traditionelle Leimung mit Gelatine. Da die Papiermühle Arches nicht genügend Abstand hat, um sich ein ausreichendes Urteil über die Auswirkungen dieser Veränderung zu bilden, beschließt sie, ihr Fertigungsverfahren beizubehalten, um weiterhin Papiere höchster Qualität herzustellen. Eine kluge Wahl, denn die Bücherfreunde stellen in den Werken mit Kolophonium sehr schnell Schäden fest.

    ARCHES® wird daraufhin zur Referenz für Künstler und in Druckwerkstätten und gelangt zu internationaler Bekanntheit.

    Bei ARCHES® stand die Qualität der Papiere schon immer im Mittelpunkt und dies gilt auch heute noch.

  • 1830

    ARCHES® vertreibt einen Teil seiner Produkte in Deutschland in München und Stuttgart und liefert das Papier für die Imagerie Pellerin in Epinal.

  • 1855

    Bei der Weltausstellung 1855 in Paris wird ARCHES® mit höchsten Medaillen für die hohe Qualität seiner Papiere, d.h. für die Schönheit, die Reinheit des Papierbreis, die Ebenmäßigkeit, die Leimung und die Beschichtung ausgezeichnet.

  • 1859

    Auguste Morel erwirbt mit der Papierfabrik Arches die letzte große Büttenpapierfabrik in den Vogesen und kann ihren Fortbestand mit einem riesigen 9-Jahres-Auftrag für das Briefmarkenamt sichern.

  • 1860 bis 1865

    Morel geht eine Partnerschaft mit seinem Neffen Bercioux ein und vergrößert die Fabrik. 1865 besitzt er 27 Bütten, während die Papiermühle im Jahr 1859 nur fünf Bütten besaß.

  • 1869

    Der Maler Jean-Auguste-Dominique Ingres, der sehr viel Wert auf Material legte und zahlreiche Zeichen- und Aquarelltechniken ausprobierte, wurde zur Inspirationsquelle für ARCHES®. Seit 1869 produziert die Papiermühle Arches ein hochwertiges Büttenpapier namens Ingres d’ARCHES MBM®, das den Erwartungen der Künstler der damaligen Zeit entsprach. Der Name Ingres ist bis heute mit der Herstellung dieses Papiers verbunden.

  • 1895

    Jules Perrigot, der neue Besitzer der Papiermühle, entwickelt seine eigene Büttenmaschine. Er entwickelt den Rundsieb, der die Arbeit erleichtert.

    ARCHES® spezialisiert sich auf die Herstellung von Papier für Banknoten, Wertpapiere und Geschäftspapiere (Papiere für Luxusausgaben, Tiefdruck, Briefpapiere und Grußkarten, Zeichenpapier für Linienzeichnung und Lavierung, Spezialpapiere wie z.B. Papier für Landkarten). 90 % der limitierten Luxusausgaben werden auf ARCHES®-Papier gedruckt.

     

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  • 1897 und 1900

    Die Papiermühle Arches wird 1897 in Brüssel und 1900 in Paris mit zwei großen Preisen für die Velin-Zeichenpapiere in den Qualitäten Linienzeichnung, Lavierung und Aquarell ausgezeichnet.

  • 1953

    Die vier konkurrierenden Papierfabriken ARCHES®, Johannot, Marais et Rives fusionieren. ARJOMARI wird zur führenden französischen Papierherstellergruppe.

  • 1990

    250 im Tiefdruckverfahren auf Velin d‘ARCHES® gedruckte Werke werden an Bord der amerikanischen Weltraumfähre Discovery für alle Ewigkeit ins All geschickt.

  • 1991

    ARJOMARI fusioniert mit dem angloamerikanischen Papierhersteller Wiggins Teape Appleton und wird zu Arjowiggins.

  • 1992

    Einführung des Papiers ARCHES® Platin, das von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von ARCHES® entwickelt wurde. Es handelt sich um das weltweit erste Papier für den Platin-Fotodruck.

  • 1996

    Das französische Kulturministerium wählt ARCHES® für den ersten staatlichen Auftrag von Kunstdrucken.

  • 2011

    Arjowiggins verkauft die Papiermühle Arches an den internationalen Papierkonzern Munksjö, der 2017 infolge der Fusion der beiden Konzerne zu Ahlstrom-Munksjö wird.

  • 2012

    ARCHES® entwickelt und vermarktet ein spezielles Papier für die Ölmalerei:

  • 2017

    ARCHES® erhält das Gütesiegel „Lebendes Kulturgut“ (Entreprise du Patrimoine Vivant), das sein historisches Know-how im Bereich der Herstellung von Papieren allerfeinster Qualität auszeichnet.

  • 2020

    Wir schreiben ein neues Kapitel unserer Geschichte. Seit dem 2. März gehört die Papiermühle Arches zur italienischen Gruppe F.I.L.A. (Fabbrica Italiana Lapis ed Affini).

  • 1492
  • 1493
  • 1500 à 1600
  • 1590
  • 1775
  • 1785
  • 1807
  • 1826
  • 1830
  • 1855
  • 1859
  • 1860 à 1865
  • 1869
  • 1895
  • 1897 et 1900
  • 1953
  • 1990
  • 1991
  • 1992
  • 1996
  • 2011
  • 2012
  • 2017
  • 2020